CDU Kreistagsfraktion Main-Kinzig
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Anträge
22.04.2016, 11:10 Uhr
 
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen als Stadtort für einen pädiatrischen Bereitschaftsdienst
Der Kreistag beschließt: 

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen wird aufgefordert, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen als Standort für einen pädiatrischen Bereitschaftsdienst vorzusehen.
Begründung:

Da im Main-Kinzig-Kreis bisher kein Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst der
Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV Hessen) existiert, versorgen die Main-Kinzig-Kliniken mit klinikeigenem Personal seit mehr als 10 Jahren in ihrer Kinderklinik-Notfallambulanz jährlich ca. 9.000 Kinder und Jugendliche. Im Wesentlichen erfolgt diese Versorgung außerhalb der  Sprechstundenzeiten der niedergelassenen Ärzte, tagsüber wie auch nachts, an Wochenenden, Feiertagen sowie in Ferienzeiten und ist eng mit den niedergelassenen Kinderärzten der Region abgestimmt.

Die KV Hessen hat wegen des in Hessen außerhalb der Sprechstundenzeiten sehr heterogen organisierten pädiatrischen Bereitschaftsdienstes eine Neuorganisation dieser Bereitschaftsdienste beschlossen, die zum 01. Juli 2016 abgeschlossen sein soll. Eckpunkte sind 8 flächendeckende pädiatrische Bereitschaftsdienstbezirke mit 10 Standorten in Hessen.

Weder die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Main-Kinzig-Kliniken
Gelnhausen noch ein anderer Standort im Main-Kinzig-Kreis wurde von der KV Hessen für einen pädiatrischen Bereitschaftsdienst vorgesehen.

Die Versorgung der Kinder und Jugendlichen des Main-Kinzig-Kreises wurde außerhalb der Sprechstundenzeiten niedergelassener Ärzte an den Standort Offenbach angegliedert.

Es ist nicht einzusehen, dass die bestehenden Strukturen der pädiatrischen
Ambulanz der Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, sowie der bereits an den
Fallzahlen zu ersehende Bedarf der Bevölkerung des mittleren und östlichen
Main-Kinzig-Kreises in der Planung der KV Hessen keine Berücksichtigung
findet.

Es ist auch nicht einzusehen, dass im Rahmen einer Neuordnung des
Bereitschaftsdienstes in dem mit über 400.000 Einwohnern
bevölkerungsstärksten Kreis Hessens kein einziger Standort für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der Sprechstundenzeiten von der KV Hessen vorgesehen ist.

Es ist Eltern nicht zumutbar, mit ihren Kindern 50 km und mehr nach Offenbach zu fahren, um die nächste von der KV Hessen für die Versorgung vorgesehene pädiatrische Bereitschaftsdienstpraxis zu erreichen. Es ist abzusehen, dass ein sehr hoher Anteil der Patienten das Angebot im entfernten Offenbach nicht annehmen und trotzdem die Kinderklinik in Gelnhausen in hoher Frequenz aufsuchen wird.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen wurde von Landrat Erich Pipa mit
Schreiben vom 31. März 2016 um entsprechende Zuordnungsänderung
gebeten. Eine Antwort ist bis zum 19. April 2016 nicht erfolgt.